Literaturland Baden-Württemberg

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Kirchheim unter Teck

Literarisches Museum im Max-Eyth-Haus

Das Gebäude Max-Eyth-Straße 15, neben dem Schloss das älteste Fachwerkhaus der Kirchheimer Innenstadt, wurde um 1540 als Lateinschule erbaut. Sie befand sich in diesem Gebäude bis 1909. Seit 1923 heißt es "Max-Eyth-Haus", in Erinnerung an den bekannten Ingenieur und Schriftsteller Max Eyth, der hier am 6. Mai 1836 als ältester Sohn des Oberpräzeptors der Lateinschule Prof. Dr. Eduard Eyth aus Heilbronn und seiner Frau Julie, geb. v. Capoll aus Stuttgart, geboren wurde. Im Max-Eyth-Haus wurde 1994 ein literarisches Museum eröffnet.

Im Mittelpunkt der Ausstellung im 1. Obergeschoß steht das literarische Schaffen von Max Eyth (1836-1906), dessen Werke heute nahezu in Vergessenheit geraten sind. Gezeigt werden auch einige seiner Zeichnungen. Erinnert wird weiterhin an den Berliner Dichter Hans Bethge (1876-1946), der seine letzten Lebensjahre in Kirchheim unter Teck verbrachte, an den Schriftsteller und Übersetzer Hermann Kurz (1813-1873), der 1862/63 mit seiner Familie in Kirchheim unter Teck wohnte und den Dichter Hermann Hesse (1877-1962), der 1899 mit seinen Tübinger Freunden im Kirchheimer Gasthof Krone weilte und dessen Erzählung "Lulu" in Kirchheim unter Teck spielt.

Im Erdgeschoß sind Werke von Johann Simon Kerner (1755-1830) ausgestellt, der Lehrer für Botanik an der Hohen Carlsschule in Stuttgart war. Erinnert wird auch an die Geschichte der ehemaligen Kirchheimer Lateinschule sowie an Lateinschüler und bedeutende Persönlichkeiten aus Kirchheim unter Teck: Johannes Scheubel (1494-1570), Mathematikprofessor in Tübingen; Prof. Dr. Eduard Eyth (1809-1884), Oberpräzeptor der Lateinschule und Julie Eyth (1816-1904), seine Frau, Schriftstellerin; Albert Knapp (1789-1864), Liederdichter und Vikar in Kirchheim und Hofrat Dr. Franz Kaim (1856-1935), Philologe und Gründer der Münchner Philharmoniker und Volksschriftsteller.



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