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Neues aus den Museen

Eröffnung der Dürrson-Gedenkstätte in Riedlingen

Dürrson-Gedenkstätte RiedlingenIn der Dürrson-Gedenkstätte im historischen Kapuzinerkloster Riedlingen kann man dem Leben und Werk Dürrsons in seiner überraschenden Vielfalt begegnen. Von den Anfängen seiner Bekanntschaft mit Hermann Hesse bis zum letzten handschriftlichen Notat kurz vor seinem Tod. Dazwischen liegt ein Werk, das Aphorismen, Gedichte, Essays, Kurzgeschichten und einen autobiografischen Roman umfasst, und das in mehrere Sprachen übersetzt wurde.

Dürrson selbst war dabei einer der wichtigsten Übersetzer aus dem Französischen. Das Typoskript seiner Übersetzung des „Livre“ von Mallarmé lässt den kongenialen Vermittler zwischen Sprachen ebenso erleben wie Briefe von René Char oder Henri Michaux.

Einzigartige historische Tondokumente zeigen Dürrson, der seine Laufbahn als Musiker begann, im Konzertauftritt mit dem Radiosinfonieorchester als vituosen Solisten auf der Chromonika. Seltene Filmaufnahmen lassen darüber hinaus unmittelbar etwas spürbar werden von der literarischen Sensibilität und dem gesellschaftlichen Engagement dieses Autors.

Ein besonderer Reiz der Ausstellung, die ihren angemessenen Platz im Kapuzinerkloster an einem eindrucksvollen Ort gefunden hat, liegt in Originalwerken von Max Ernst, Erich Heckel, HAP Grieshaber und Klaus Staeck, mit denen Dürrson eine künstlerische Zusammenarbeit und Freundschaft verband.

Die Ausstellung macht mit ihrer Gestaltung, die zum Entdecken einlädt, nachdrücklich erlebbar, was Dürrson in einem Aphorismus einmal so formuliert hat: „Literatur kann manchmal mehr Leben vermitteln als dieses selbst“.

 

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